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Gesundheit & Wohlbefinden PDF Drucken E-Mail

WohlbefindenDie WHO definierte die Gesundheit als „ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen. Verfassung der Weltgesundheitsorganisation, unterzeichnet am 22. Juli 1946.


Neuere Definitionen von Gesundheit betonen stärker die Prozesse der Alltagsbewältigung und der Herstellung eines Fliessgleichgewichts zwischen den täglichen Herausforderungen und den vorhandenen Ressourcen, mit denen diese bewältigt werden können (Antonovsky). Aus einem austarierten Verhältnis dieser beiden Qualitäten wird Gesundheit und Wohlbefinden hergestellt. Gesundheitsförderung versucht dabei, die Ressourcenseite des Menschen zu stärken und gleichzeitig die sozialen Verhältnisse in einer Weise zu verändern, so dass diese sich positiv auf die Gesundheit auswirken.


Wohlbefinden stellt sich im Lebensprozess als subjektiver Erlebniszustand ein. Diese kann als Grundstimmung oder aktuelle Befindlichkeit beschrieben werden. Lebensqualität zielt mehr auf die Einschätzung überdauernder positiver Qualitäten des Umfeldes.


Die Sozialwissenschaften versuchen in der Glücksforschung, die sozialen Lebensbedingungen zu erfassen, die zu Glück im Sinne von allgemeiner Lebenszufriedenheit und subjektiv wahrgenommener Lebensqualität beitragen.


Aus sozialethischer Sicht ist zu fordern, dass alle Menschen in ihren Fähigkeiten, gesundheitsförderliche Lebensbedingungen zu schaffen und in ihren Potenzialen, Wohlbefinden zu erleben, gestärkt werden.


Zu dieser Forderung gehört auch der Grundsatz, dass alle Menschen, unabhängig ihrer „Normalität“, barrierefrei am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Diese Forderung nach sozialer Inklusion richtet sich an erster Linie an Staat und Gesellschaft, diese Bedingungen so weit wie möglich für alle herzustellen.